Leserbrief von

Michael Kunz

Eine sinnvolle Investition in den öffentlichen Verkehr

In der kantonalen Abstimmung über den Verpflichtungskredit für den Bahnhofkreisel geht es auf den ersten Blick um ein reines Strassenbauprojekt für die Umgebung Herisau. Trotzdem kann ich als linker Politiker aus dem Vorderland der Vorlage vorbehaltslos zustimmen. Die Verlegung des Kreisels schafft nämlich Platz für eine attraktive Drehscheibe für den ÖV und den Langsamverkehr. Die heutige Situation für Umsteigende ist schwierig. Verbesserungen – zum Beispiel auch für Gehbehinderte – sind kaum möglich. Das Bahnhofsareal bietet insgesamt einen wenig einladenden Eindruck. Das geplante Projekt bringt viele Verbesserungen für das Umsteigen, bindet den Bahnhof für Fussgänger besser ans Dorfzentrum an und schafft einen Begegnungsraum. Das bildet die Grundlage für zukünftige Entwicklungen. Die Kosten für das ganze Bahnhofsprojekt werden von Bund, Kanton und Gemeinde Herisau gemeinsam getragen. Der Kantonsanteil von gut 13 Millionen Franken für die geplante Anpassung geht zu Lasten der Staatsstrassenrechnung und stammt aus zweckgebundenen Mitteln. In den letzten 15 Jahren wurden auf diese Weise rund 260 Millionen Franken in die Erneuerung der Kantonsstrassen investiert. In den Regionen Hinter-, Mittel- und Vorderland wurden damit jeweils rund 40 % des Netzes erneuert. Die Mittel wurden also gerecht verteilt. Deshalb stimme ich für die Verlegung des Bahnhof-Kreisels. Das schafft den nötigen Raum für einen attraktiven Verkehrsknotenpunkt.
 

Komitee pro Bahnhof Herisau

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